Warum retten wir Rinder?

Hinter all den wundervollen Bildern, die ihr hier auf unsere Seite sehen könnt, hinter all den rührenden Geschichten und den lustigen Momenten, die wir mit unseren Rindern erleben, steckt eine traurige und grausame Realität. 
Unsere Rinder, die jetzt leben dürfen - und damit meinen wir tatsächlich "leben" -, stammen alle aus der konventionellen Milchwirtschaft, einem Wirtschaftsmodell, in dem es einzig und allein um Gewinn und Rentabilität geht. Wer nicht mehr genug leistet, wird sofort aussortiert, nach jahrelanger Ausbeutung wartet nur noch der Transport zum Schlachthof.

Unsere drei Milchkühe Elmi, Lotta und Ylva waren jahrelang an einer einzigen Stelle angekettet. Eine schwere Eisenkette, die eng und unnachgiebig um ihren Hals lag, verhinderte, dass sie auch nur ein paar wenige Meter hätten gehen können. Die einfachsten Grundbedürfnisse der Tiere wurden dadurch zwanghaft unterbunden. Die einzigen Optionen: liegen - stehen - fressen - trinken. 24 Stunden am Tag. 365 Tage im Jahr. Immer. Ein glückliches Kuhleben sieht definitiv anders aus.
 
Hinzu kommt, dass die Kälber direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt werden. Eine Mutterkuh, die sich um ihr Kind kümmern möchte, es beschützen will. Ein Kalb, das Wärme und Geborgenheit braucht.  Das alles hat dort keinen Platz. Doch damit sie überhaupt (Mutter-!) Milch gibt, muss eine Kuh immer und immer wieder trächtig werden und ein Kalb nach dem anderen gebären.

Dieses System ist eine Folter; physisch und vor allem psychisch.

Nachdem klar war, dass wir Elmi retten würden, waren wir jeden Tag dort, um sie zu besuchen, und haben das Leid der Kühe gesehen. Wir hatten es uns im Vorfeld schlimm und grausam vorgestellt, aber mit diesen leeren und traurigen Blicken immer und immer wieder konfrontiert zu werden, die nassen und zitternden Kälber sehen zu müssen, die Kühe, die nach ihren Babys schreien -  das alles war noch viel grausamer als in unserer Vorstellung. 

Dieser Grausamkeit gegenüber fühlenden Lebewesen, die genau wie wir Menschen Angst und Schmerz empfinden, können wir nur entkommen, wenn es keinen Bedarf mehr gibt, wenn die Verbraucher aufwachen, diese Form der Milchgewinnung nicht mehr tolerieren und den Kauf solcher Produkte strikt vermeiden.